Interbrush 2016: Freiburg war erneut internationaler Branchen-Treffpunkt

Am vergangenen Freitag, 29. April, ging die 12. Ausgabe der weltweit führenden Fachmesse für Maschinen, Material und Zubehör der Bürsten-, Pinsel-, Farbroller- und Mopindustrie - Interbrush - erfolgreich zu Ende und wurde ihrem Ruf erneut gerecht, der Treffpunkt einer weltweit agierenden Branche zu sein.

Über 7.500 Fachleute aus rund 90 Nationen besuchten die diesjährige Messe auf dem Gelände der Messe Freiburg und konnten sich bei den rund 200 Ausstellern überzeugen, dass hier die neuesten Entwicklungen dieses hochgradig internationalen Industriezweiges präsentiert wurden. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 21.500m² wurden Produkte, Rohstoffe, Halbfertigprodukte, Maschinen und vieles mehr aus dem Industriebereich Bürsten, Pinsel, Mops gezeigt. Übereinstimmend berichten die Aussteller von einem äußerst sachverständigen Publikum und darüber hinaus von hervorragenden Abschlüssen, wobei die geführten Gespräche ein noch bemerkenswerteres Nachmessegeschäft erwarten ließen.

 

Rainer Langelüddecke vom Verband der Deutschen Pinsel- und Bürstenhersteller, brachte die Bedeutung der Interbrush als führende Messe der Branche auf den Punkt: „Die Interbrush ist das Mekka der Pinsel- und Bürstenindustrie. Sie ist alle vier Jahre der wichtigste Treffpunkt dieser weltweit agierenden Branche. Freiburg als gastgebende Stadt hat sich einmal mehr bewährt.“ Die die Interbrush tragenden Verbände sehen die 12. Fachmesse ihrer Branche in Freiburg als vollen Erfolg an. Fons J.M. Caelaert von der European Brushware Federation FEIBP sagt: „Wir sind sehr glücklich. Die Zusammenarbeit der drei teilnehmenden Verbände auf einer gemeinsamen Fläche war optimal. Wir hatten sehr viele erfolgversprechende Gespräche und konnten auch neue Mitglieder akquirieren. Großen Dank an Freiburg als austragenden Messestandort.“ Und auch der Amerikaner David Parr von der American Brush Manufacturer's Association ABMA äußerte sich lobend über Messe, Location und Organisation: „Auffällig war die nochmals gestiegene Qualität der Ausstellungsstände. Wir haben von den Ausstellern nur positive Aussagen zur Interbrush gehört. Kompliment an Freiburg für diese hervorragend veranstaltete Fachmesse, die für unsere Branche die wichtigste Veranstaltung weltweit ist.“

 

Das hervorragende Umfeld erleichterte es auch Ausstellern wie Besuchern, sich zu präsentieren beziehungsweise zu informieren. Henk Beuselinck und Paolo Riversi von der belgisch-italienischen Borghi/Boucherie Group schildern, wie die erst kürzlich zusammengeschlossenen Firmen auf der Interbrush 2016 einen geradezu perfekten Start in die gemeinsame Zukunft hinlegen konnten: „Für uns war es eine große Herausforderung, erstmals als eine Firma auf einer gemeinsamen Fläche auszustellen. Der erzielte Erfolg der Interbrush 2016 gab uns aber komplett Recht. Gemeinsam waren wir sehr erfolgreich. Wir kommen gerne wieder. Die Interbrush ist für uns der wichtigste Branchentreff.“

 

Auch Deutschlands Nr. 1 im Bereich der Bürsten- und Pinselherstellung, die Zahoransky AG, war mehr als zufrieden mit der Messe. Robert Dous, als Mitglied der Geschäftsleitung, verantwortlich für Vertrieb, Marketing, Service und Produktmanagement: „Die Interbrush 2016 war eine sehr erfolgreiche Messe für uns. Wir konnten einem internationalen Publikum unsere neuen Entwicklungen im Maschinenbereich präsentieren. Wir sind auch sehr zufrieden mit dem kommerziellen Erfolg. Zahlreiche Abschlüsse konnten direkt auf der Messe getätigt werden. Die weltweite „Familie“ der Bürsten- und Pinselindustrie hat sich wieder in Freiburg getroffen.“

 

Vor dem Hintergrund dieser herausragenden Resonanz aussteller- wie auch besucherseits, betont Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe: „Das erfolgreiche internationale Fachmesseformat Interbrush beweist, dass Freiburg, ein zwar peripherer aber ambitionierter Messestandort, in der Lage ist, eine Weltleitmesse professionell auszurichten! 2020 werden wir die 13. Interbrush eröffnen - die überwiegende Mehrheit der diesjährigen Aussteller und Besucher der Interbrush werden auch in vier Jahren aus der ganzen Welt nach Freiburg reisen.“

 

Denn hier trifft sich die ganze „Bürstenwelt“, können Kontakte geknüpft werden, aus denen sich dann Geschäftsbeziehungen ergeben, wie Reinhold Hörz von der Schweizer DKSH Brush and Apparel AG schildert: „Das Networking mit den internationalen Besuchern war für uns sehr wichtig. Für uns ist vor allem der amerikanische Markt äußerst interessant und hier hatten wir zahlreiche erfolgreiche Gespräche mit wichtigen Vertretern der Branche. Wir sind 2020 natürlich wieder dabei.“ Vermutlich auch die deutsche Hahl Group, Deutschland, denn ihr Geschäftsführer, Florian Kisling, war von der 12. Interbrush sehr angetan: „Die Interbrush war, wie alle Jahre, sehr gut frequentiert. Alle wichtigen Kunden waren da und wir hatten auch zahlreiche wichtige neue internationale Kontakte. Wir sind sehr zufrieden.“

 

Verbände wie Hersteller haben aber auch registriert, dass Unternehmen der Bürsten- und Pinselindustrie (Ersatz-) Investitionen gerne bis zur nächsten Interbrush hinausschieben, sehen sie doch dort den aktuellen Stand der Technik und mittels welcher Maschinen die Branche – und damit die Mitbewerber – in den kommenden Jahren produzieren werden. Auf den Ausstellungsständen werden Prototypen präsentiert, die Herstellern einen Blick in die Zukunft ermöglichen, der Entscheidungen anstößt und erleichtert, der zeigt, in welche Richtung sich Branche auch technisch bewegt. Kein Wunder also, dass auch viele ausländische Firmen hier Informationen für ihre (heimischen) Märkte sammeln; zwei Aussagen hierzu mögen für viele stehen: Mohamed Elmeky von Golden Horse for Industries, Ägypten, sagt: „Wir sind zum ersten Mal als Aussteller dabei und sehr positiv überrascht über die sehr gute Qualität der Besucher und den hohen Grad der Internationalität. Wir sind sicher in 2020 wieder dabei.“ Und Zoe Lee von KR Plastic, Taiwan, fügt hinzu: „Schon 2012 war eine erfolgreiche Veranstaltung für uns. Aber die Interbrush 2016 war nochmals besser. Wir hatten sehr gute Gespräche mit Kunden und Interessenten aus aller Welt.“

 

Zufriedene Besucher und Aussteller, zufrieden aber auch die hiesige Gastronomie. Hotellerie wie auch Gastronomie der Region verzeichneten zur Interbrush eine sprunghaft gestiegene Nachfrage. Eine angenehme Atmosphäre und kurze Wege innerhalb Freiburgs bieten den idealen Rahmen für Gespräche und anschließende Verhandlungen. Nach drei dicht terminierten Messetagen lädt die Regio noch auf ein paar Tage Urlaub als Entspannung vom Messestress ein. Dass der Mix aus Arbeit und Entspannung stimmt, belegen die Zahlen: der Branchentreff hat sich stetig weiterentwickelt, ist immer größer geworden. „Nicht in Freiburg dabei zu sein – das wäre geradezu unverantwortlich“, umriss Hans Zahn von der Geschäftsstelle der deutschen Pinsel- und Bürstenhersteller die Bedeutung dieser Fachmesse.

 

Ein zusätzliches Angebot ergänzt 2016 erstmals das Programm der Interbrush: Die Ausstellung mit dem Titel „Vom Besen zur Kunst – Bürsten und Pinsel enthüllen ihre versteckten Talente“, eine gemeinsame Initiative der Verbände der französischen und der deutschen Bürstenindustrie, wurde am Vorabend der Messe gemeinsam mit der Interbrush eröffnet und kann noch bis einschließlich Mittwoch, 25. Mai bei freiem Eintritt in der Meckelhalle im Sparkassen-Finanzzentrum der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau in der Kaiser-Joseph-Straße besucht werden (Öffnungszeiten: Montag & Donnerstag 9 – 18 Uhr / Dienstag, Mittwoch & Freitag 9 – 16 Uhr). Hier gab und gibt es über die Messelaufzeit hinaus die Möglichkeit zu erfahren, auf welche Tradition der Industriezweig zurückschauen kann, welche immense Produktvielfalt er hervorbringt und in welchen Bereichen schließlich die Endprodukte zur Anwendung kommen. Den einen oder anderen Ausstellungsbesucher wird zweifelsohne überraschen, dass beispielsweise hochempfindliche Edelstahlplatten auf speziell hierfür gefertigten Bürsten bewegt werden.

 

Die Interbrush 2016 war also ein „Muss“: Diese Leitmesse bringt „die Vertreter einer kleinen, aber hoch entwickelten Industrie zusammen, die von High-Tech-Produkten und ständiger Innovation lebt“, fasste Pierre Simler, Präsident der European Brushware Federation FEIBP die Bedeutung dieses Treffs zusammen. Neue Märkte können hier kennengelernt und erobert werden - wie Ed van Gulik von Dupont, Niederlande, beschreibt: „Wir hatten sehr interessante Kontakte zu Besuchern aus der Pazifischen Region oder auch aus Indien. Das war sehr wichtig für uns, da wir in diesen Regionen keine Firmenvertreter haben. Die Interbrush 2016 war eine sehr erfolgreiche Veranstaltung für uns.“

 

Besucher und Aussteller kamen aus aller Welt, aus Ländern wie Algerien, Belgien, China, Deutschland, Italien, Litauen, der Russischen Föderation, Südkorea, Taiwan, Thailand oder Ungarn. Es ist also keineswegs übertrieben zu sagen: Eine ganze Branche war 2016 in Freiburg zu Gast und hat sich die Interbrush 2020 bereits vorgemerkt.

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